Schwerpunkte

Die Laborärztin und Internistin Dr. med. Beate Roxane Jaeger ist Leiterin des Lipidzentrum-Nordrhein (Wertgasse 35, 45468 Mülheim/Ruhr) und behandelt seit Jahren mit der sogenannten H.E.L.P.- Apherese (Heparininduzierte extrakorporale LDL/Fibrinogen-Präzipitation) Patienten mit schwersten Fettstoffwechselstörungen (therapierefraktärer Hypercholesterinämien) und daraus resultierender Folgeerkrankungen.

Dr. med. Beate R. Jaeger studierte von 1986 bis 1993 in Essen und Zürich Medizin. 1994 verfasste sie ihre Dissertation in Endokrinologie zur Promotion in Medizin an der Universität Essen mit dem Thema „Schilddrüsenstoffwechsel bei chronischen Hämodialysepatienten“ bei Prof. Dr. D. Reinwein mit der Bewertung „Magna cum laude“.

Bereits seit 1991 gilt das wissenschaftliche Interesse von Frau Dr. Jaeger vor allem der Pathobiochemie von Stoffwechselerkrankungen und somit auch der Ursachenforschung chronischer und akuter Entzündungsprozesse des Endothels. Unter Endothel versteht man die Innenhaut von Lymph- und Blutgefäßen. Sie stellt ein Schutzschild innerhalb der Gefäße dar, das den Stoffaustausch zwischen Gewebe und Blut reguliert. Zudem justiert das Endothel verschiedene Prozesse in den Mikrogefäßen, wie zum Beispiel die Fließfähigkeit des Blutes, etwa durch Hemmung und Aktivierung von Gerinnungsprozessen.

Ihre klinischen Studien zur Entstehung und Entwicklung von Atherosklerose, Atherothrombose, Hämostase und Rheologie haben zur Entwicklung neuer präventiver und therapeutischer Strategien beigetragen. Mittlerweile ist Dr. Beate Jaeger ein unabhängiger Ansprechpartner für Fragestellungen rund um das Thema Atherosklerose und deren Behandlung und die Therapie mit der H.E.L.P.- Apherese (Heparin-induzierte Extrakorporale LDL/ Fibrinogen-Präzipitation.

Bislang hat Dr. Beate R. Jaeger mehr als 50 wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften publiziert, darunter Lancet, Nature CP Cardio, NEJM oder PLOS One. Im Jahr 2009 wurde sie mit dem Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie ausgezeichnet.

Medizinische Schwerpunkte

  • Lipoprotein-Stoffwechselstörungen (Dyslipoproteinämien)
  • therapierefraktärer Hypercholesterinämien mit den daraus resultierenden atherosklerotischen Erkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt)
  • Störungen der primären (zellulären) und sekundären Hämostase (plasmatische Blutgerinnung)
  • Rheologische Störungen (Mikrozirkulationsstörungen mit erhöhtem Risiko für zerebrovaskuläre Komplikationen wie periphere arterielle Verschlusserkrankungen, Herzinfarkte